Unser Standort Kevelaer ist der größte Wallfahrtsort Nordeuropas und wird jährlich von über 800.000 Menschen besucht. Ihren Ursprung hatte die Kevelaerer Wallfahrt bereits im 17. Jahrhundert. Während des Dreißigjährigen Krieges vernahm der Handelsmann Hendrik Busmann kurz vor Weihnachten 1641 eine Stimme inmitten der Kevelaerer Heide, welche ihn beauftragte an eben dieser Stelle eine Kapelle zu bauen. Als im Jahre darauf seine Frau Mechel einige Tage vor Pfingsten des nachts ein großes, glänzendes Licht, in dessen Mitte sich ein Heiligenhäuschen mit einem Andachtsbild befand, erschien, erwarb Hendrik Busmann ein solches Luxemburger allfahrtsbildchen. An der Stelle an der er die Stimme vernommen hatte, baute er einen Bildstock in welchen der damalige Ortspfarrer das Gnadenbild am 1.Juni 1642 einsetzte.Sehr Interessant sind auch die große Auswahl an Trauringe in der Stadt. Geschenkgutscheine finden Sie hier.
Es folgten die ersten Prozessionen, 1643-1645 wurde die erste Wallfahrtskirche, die heutige Kerzenkapelle, erbaut. Bereits im jahre 1642 wurde von den ersten Wunderheilungen in Kevelaer berichtet: Blinde erlangten ihre Sehkraft zurück, Gelähmte konnten plötzlich wieder laufen und bis dahin unheilbare Wunden besserten sich auf unerklärliche Weise. Daraufhin erhielt Kevelaer 5 Jahre nach Einsetzung des Heiligenbildchens die Approbation zum Wallfahrtsort. Seit dem stiegen die Pilgerzahlen beständig und viele Menschen richteten besonders in den schweren Zeiten der Kriege ihre Gebete an das Marienbildchen in der Gnadenkapelle. Im 20. Jahrhundert wurde die Wallfahrtsstadt Kevelaer besonders durch die Besuche von Papst Johannes Paul II. und Mutter Theresa im Jahre 1987 geehrt. Trauringe gab es auch damals schon
Die Anfänge der Wallfahrt
Um die Weihnachtszeit des Jahres 1641 vernahm der Handelsmann Hendrick Busman (auch Hendrik Busmann), als er an einem Hagelkreuz betete, eine geheimnisvolle Stimme, die ihm sagte: "An dieser Stelle sollst du mir ein Kapellchen bauen!" (Op deze plaats sult gij mij een kapelleken bouwen!). Im Verlauf der nächsten Tage hörte Busman die besagte Stimme noch zweimal bei seinen täglichen Gebeten, auf seinem alltäglichen Weg von Weeze nach Geldern, nahe dem Dorf Kevelaer in der Kevelaerer Heide. Der Händler war zwar nicht reich, dessen ungeachtet führte er diesen Auftrag aus.
Einen Monat vor Pfingsten im Jahr 164 hatte seine Frau Mechel Schrouse eine nächtliche Erscheinung. Sie sah in einem großen glänzenden Licht ein Heiligenhäuschen mit einem Bildchen der Gottesmutter Maria aus Luxemburg, welches ihr einige Zeit zuvor von zwei Soldaten zum Kauf angeboten worden war. Hendrick Busman sah sich in seinem Erlebnis bestätigt und beauftragte sein Frau damit, die beiden Soldaten ausfindig zu machen und das Bild zu kaufen. Mechel konnte in Kempen einen Leutnant ausfindig machen der die beiden angebotenen Bildchen nun besaß und kaufte diesem eines der Bildchen ab.

Kevelaer um 1656
(Kloster, Gnadenkapelle, Kerzenkapelle)
Zuerst wurde das Bild in Geldern aufbewahrt und geehrt. Die Kapuziner aus Geldern und die Gemeinde verlangten, das Bildchen in einer Prozession nach Kevelaer zu überführen. Dies geschah jedoch nicht, sondern das Bildchen wurde vom damaligen Pfarrer der Kevelaerer Antoniuskirche, Johannes Schink, am 31. Mai abgeholt und am Sonntag dem 1. Juni in das Kapellchen eingesetzt. Noch am selben Tag soll eine nicht geringe Anzahl von Menschen aus Geldern und den umliegenden Ortschaften zu dem Heiligenhäuschen gekommen sein. Dort steht heute noch unter einem Wappenschild mit Kreuz und Blätterzweig geschrieben: "Ano 1642 Hendrick Busman - Mechel Scholt gegev".
Im Jahr 1647 wurden die Ereignisse der Jahre 1641 und 1642 durch die Synode zu Venlo geprüft. In der Anhörung schilderte Busman die Begebenheiten und leistete einen Eidschwur auf die Richtigkeit seiner Schilderungen. Die Kirche erkannte Kevelaer nach zwei Anhörungstagen als Wallfahrtsort an. Dies, aus heutiger Sicht, außergewöhnlich schnell.
Busman verstarb am 14. März 1649.
Die ersten Wunderheilungen
In der Geschichte der Wallfahrt zu Kevelaer wird von vielen Wunderheilungen berichtet. Die ersten Überlieferung von solchen Wundern stammen aus den Jahren 1642/1643.
Am 8. September 1642 pilgerte die Familie Reinier und Margaretha van Volbroek aus Hassum mit ihrem Sohn Peter nach Kevelaer. Ihr Sohn war seit etwa fünf Jahren gelähmt und konnte weder laufen noch stehen. Alle vorherigen Versuche ihrem Sohn zu heilen waren fehlgeschlagen und so legten sie ihre letzte Hoffnung auf die Reise nach Kevelaer. Zwei Tage nach dem Besuch konnte ihr Sohn Peter wieder stehen und laufen.
1643 reiste Eerutgen Dircks, eine lediges Fräulein aus Huissen, nach Kevelaer. Eerutgen litt jahrelang an offenen Wunden an ihren Beinen. Zuvor hatte sie schon versucht dieses Leiden durch eine Frau behandeln zu lassen, welche mit der Heilung solcher Verletzungen vertraut war, aber ohne Erfolg. Die Erzählungen von den Wundern von Kevelaer ließen Eerutgen den Beschluss fassen, Kevelaer aufzusuchen. Nachdem sie Kevelaer zweimal aufgesucht hatte waren ihre Beine ohne ärztliche Behandlung geheilt. Das Wunder wurde durch die Zeugen Joffer Mom Toenis int Ros, Gretghen van Montport und Lysbet en Iennenken int Ros bestätigt.
Bis zur Synode zu Venlo im Jahr 1647 ereignen sich sechs weitere Wunder. Alle bekannten acht Wunder wurden durch die Synode anerkannt.
Wunderheilungen im 19. Jahrhundert
Aus dem 19. Jahrhundert sind mindestens vier weitere Wunder bekannt. Ob es damals auch schon hochweertige Möbel gab?Denn das Produktdesign diverser Möbestücke wäre sehr hochweritg gewesen.
Im Jahr 1808 konnte ein Mädchen namens Maria Katharina van Dyck aus Loenhaut wieder gehen, nach einem Besuch in der Gnadenkapelle. Zuvor war sie seit Jahren von den Hüften abwärts gelähmt.
Am 5. September 1849 ereignete sich ein erneutes Wunder. Die 19jährige Agnes Schiefer aus Brauweiler wurde vor dem Gnadenbild ohnmächtig und wurde in die Krankenstation des Priesterhauses gebracht. Das bis dahin schwer gehbehinderte und auf Krücken angewiesene Mädchen stand einige Zeit später auf und konnte ohne Hilfsmittel in die Gnadenkapelle gehen. Der Pfarrer Krickelberg wurde Augenzeuge dieses Ereignisses. Sechs Jahre später tritt Agnes Schiefer in ein Kloster ein.
1850 konnte der blinde Pilger Johannes Weidenbach aus Essen-Byfang auf der Strecke zwischen Wetten und Kevelaer plötzlich wieder sehen. Seitdem steht dort ein Kreuz, an dem die Byfang-Wallfahrer noch heute niederknien. Im selben Jahr konnte Agnes Meurßen aus Waldfeucht, die vier Jahre zuvor ihre Sprache verloren hatte, nach ihrem Besuch in Kevelaer wieder sprechen. In Kevelaer werden öfters auch Fenster benötigt daher hier der passende Versender.
Entwicklung der Prozessionen und Pilgerzahlen
Neben der raschen Approbation als Wallfahrtsort entwickelte sich schon zuvor ebenso schnell die Bekanntheit von Kevelaer und damit auch die Anzahl der jährlichen Pilgerbesuche. Die erste geschlossene Prozession nach Kevelaer fand im Jahr 1643 statt. Damals reiste eine große Gruppe von Pilgern zu Fuß von Rees nach Kevelaer. Das Holzkreuz, an dem Busman gebetet hatte, wurde durch die große Anzahl der Pilger immer schmuckloser, da die Pilger sich zur Erinnerung Späne vom Kreuz abschnitten. 1649 ließ der Drost von Geldern die Reste des Holzkreuzes entfernen und verbot die Aufstellung eines neuen Kreuzes.
50 Jahre später - 1699 - fand die erste Prozession von Bonn nach Kevelaer statt. Damals pilgerten etwa 400 Menschen zu Fuß nach Kevelaer um das Gnadenbild zu sehen und zu ehren.
Die Ströme der Pilger stiegen bis 1700 weiter kontinuierlich an, und die in Kevelaer beheimateten Pater konnten des enormen Zustroms von Pilgern kaum noch Herr werden. Zu dieser Zeit sollen an manchen Tagen mehr als 15.000 Menschen den Wallfahrtsort besucht haben.
Unter der französischen Besatzungszeit und der damit verbundenen Säkularisation befindet sich die Kerzen- und Gnadenkapelle zwischen 1802 und 1806 in staatlichen Besitz und ein Verbot von Wallfahrten wurde ausgesprochen. Die Pilgerzahlen brachen in dieser Zeit ein. Erst 1809 stieg die Zahl der Pilger wieder an, auf 140.000 im Jahr.
Zwei Jahre nachdem Kevelaer sich wieder unter preußischer Herrschaft befand - 1816 - stieg die Anzahl der Pilger und Prozessionen weiterhin an. In diesem Jahr wurden 204 Prozessionen gezählt. Dieser erneute Aufschwung sollte jedoch ein Jahr später wieder einbrechen, aufgrund der starken Reglementierung der Wallfahrt durch die Preußen. Die Zahl der Pilger fiel erneut auf das Niveau der Zeit der französischen Besatzung zurück.
Im Jahr 1842 feierte Kevelaer das 200jährige Jubiläum der Wallfahrt. In diesem Jahr wurde Kevelaer von 200.000 Pilgern und 254 Prozessionen aufgesucht.
Über die Wallfahrt nach Kevelaer wurden von Beginn an immer wieder lyrische und literarische Texte verfasst. Dies vor allem von Heimatdichtern, aber neben diesen verfasste auch Heinrich Heine im Jahr 1822 die Ballade "Die Wallfahrt nach Kevelaar" über die Kevelaerer Wallfahrt.
Nachdem Kevelaer im Jahr 1863 eine Bahnstation erhielt, wurde die Gemeinde für Pilger zugänglicher und damit stiegen die Pilgerzahlen deutlich an. Im Jahr 1913 wurden 344 Pilgersonderzüge gezählt und Kevelaer soll von 600.000 Pilgern besucht worden sein.
Über die Pilgerzahlen in den ersten Jahren des ersten Weltkriegs bestehen widersprüchliche Angaben. Einige Quellen sagen, dass 1914 die Anzahl der Besucher absank, andere berichten, dass die Wallfahrten weiterhin zunahmen und 1915 mit 500.000 Pilgern ein neuer Rekord erreicht wurde. Diese Anzahl steht auch im Widerspruch mit den 1913 gezählten 600.000 Pilgern. Jedenfalls besuchten zu dieser Zeit Kevelaer mindestens eine halbe Million Pilger jährlich.
Während des zweiten Weltkrieg feierte Kevelaer sein 300jähriges Jubiläum nicht. Im Jahr 1942 wurde der Wallfahrtsort von recht wenigen Menschen besucht. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Prozessionen und Pilger ständig an und erreicht in der Gegenwart mit rund 800.000 Besuchern pro Jahr Höchstwerte.
Geschenkideen
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Quelle: wikipedia.org
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